Laborglas subjektiv

Drei Laborgläser

Schon lange wollte ich mich mit dem Thema Glasfotografie auseinandersetzen. Für Fotografen ist dieses Sujet eine ganz besondere Herausforderung. Doch warum?

Gläser sind oft transparent, somit sind Formen und Details schwer erkennbar. Man muß sich also etwas einfallen lassen, um solche Objekte fotografisch zur Geltung zu bringen. Der Anreiz, mich auf Laborgläser zu „stürzen“, entstand aus meiner Zusammenarbeit mit Firmen der chemischen Industrie. Dort entdeckte ich, wie vielseitig und interessant Glas besonders in diesem Bereich sein kann.

Nach vielen Experimenten mit Studiolicht, Farbe und Komposition, entschied ich mich für eine Aufnahmetechnik, welche die ungewöhnliche Form der Objekte und ihre Dreidimensionalität betont, denn das ist für mich das Außergewöhnliche.

Das Resultat sollte keine Produktfotografie im klassischen Sinn sein, bei der das Glas möglichst sachlich und makellos abgebildet wird. Deshalb lasse ich auch Reflexe stehen, begradige und retuschiere die Aufnahmen nicht so massiv,  wie es in der Produktfotografie meist üblich ist. Dadurch entstanden abstrakte Ergebnisse, die durch ihre Farbigkeit und Formensprache, sowie durchaus auch dank der bewussten Imperfektion, Ausstellungsqualitäten besitzen. Dem Hersteller  gefallen sie auch…

Ein ganz besonderer Dank gebührt der Firma Lenz aus Wertheim und dem Fraunhofer Institut Würzburg, die mir ihre Laborgläser für mein Experiment zur Verfügung gestellt haben.

Hier können Sie die ganze Bildserie anschauen.